Falscher Vogel fängt den Tod – Donna Andrews

rezension-2So hatte sich Meg Langslow ihren Sommer wohl nicht vorgestellt, als sie in ihre Arbeit als Schmiedin niederlegt und in ihre Heimatstadt zurückkehrt um dort gleich drei Hochzeiten zu organisieren. Denn nicht nur treiben die Bräute mit ihren extravaganten Wünschen und diverse exzentrische, chaotische Verwandte und Nachbarn sie beinahe in den Wahnsinn, kurz nach einem Gartenfest verschwindet die unbeliebte Schwägerin ihres zukünftigen Stiefvaters und taucht kurz darauf als Leiche wieder auf. Nun hat Meg nicht nur die Hochzeitsvorbereitungen, sondern auch eine Ermittlung am Hals. Und bei einer Leiche soll es nicht bleiben… Und dann ist da noch die Sache mit Michael, Megs schwulem Traummann…

Donna Andrews ist mit ihrem Debüt um die Schmiedin Meg Langslow ein herrlicher Cozy Krimi gelunden, der von seinen  liebenswert-skurrilen Figuren, schrägen Situationen und der daraus resultierenden Situationskomik lebt. Meg Langslow ist eine sympathische Heldin mit Ecken und Kanten, die mit Humor und Sarkasmus den Organisationsmarathon meistert, die Bräute bei Laune und ihre Familie in Schach hält. Dass die meisten Familienmitglieder und Nachbarn mächtig exzentrisch sind, mindert dabei die Spannung keineswegs – denn jeder dieser Charaktere hatte einen oder mehrere gute Gründe der verblichenen Mrs. Grover den Tod an den Hals zu wünschen. Und da es sich bei den meisten Verdächtigen um Angehörige handelt, sieht sich Meg gezwungen selbst ein paar feinsinnige Fragen zu stellen.. Donna Andrews gelingt dabei der Spagat zwischen Spannung und Humor unglaublich gut – selbst wenn man sich vor Lachen wegschmeissen könnte, ist man noch so gespannt, dass man das Buch nicht weglegen möchte.

Obwohl hier ein Cozy Krimi vorliegt ist das Buch sprachlich nicht ganz einfach gehalten, die Autorin bedient sich auch gerne etwas anspruchsvollerer Ausdrücke, die aber so gut eingebettet sind, dass es kaum auffällt. Der Lesefluss ist dadurch zum Glück nicht gestört. Schön ist auch, dass sich hier kaum Flüche oder Schimpfwörter vorkommen, wie man es aus „normalen“ Krimis gern gewohnt ist. Ich bin zwar keinesfalls zimperlich, aber es bildet eine nette Abwechslung zum Sprachgebrauch in anderen Krimis oder Thrillern.

Fazit: Spannend, unterhaltsam und manchmal zum Brüllen komisch, für mich der perfekte Krimi zum Abschalten und Entspannen. 5 von 5 Punkten:

 

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