One Bad Apple (Orchard Mystery 1) – Sheila Connolly

rezension-2Meg Corey hat es nicht leicht: ihr Freund verlässt sie, auch ihren Job als Invenstmentbankerin in Boston verliert sie, weswegen es Meg in die Kleinstadt Granford verschlägt. Dort will sie ihre Wunden heilen lassen, während sie ein Kolonialhaus, das ihre Mutter geerbt hat, renoviert. Was sich erstmal gut anhört, hat aber natürlich einen (oder mehrere) Haken: nicht nur ist das Haus mit 200 Jahren weit renovierungsbedürftiger als angenommen, es gehört auch ein mehrere Hektar großer Apfelgarten dazu. Und Meg hat als Stadtpflanze von Äpfeln so gar keine Ahnung. Schon wenige Tage nach ihrem Einzug kommt es knüppeldick: das Haus verfügt nur über einen Abwassertank, der voll ist und ausgetauscht werden muss. Aber damit nicht genug, kurz nach ihrem Umzug taucht ihr Exfreund in Granford auf, da er dort an einem Projekt arbeitet – und wird kurze Zeit später tot aus Megs neuem Abwassertank gezogen. Meg gilt sofort als Hauptverdächtige und da die Polizei nicht weiter nach Verdächtigen sucht, muss Meg selber ermitteln um sich zu entlasten…

Liest man nur die Beschreibung, hat man zuerst das Gefühl, es mit einem 0815-Cozy Krimi zu tun zu haben, da mich allerdings das Setting mit der Renovierung und dem Obstgarten gereizt hat, habe ich es auf einen Versuch ankommen lassen – und wurde mit einigen sehr unterhaltsamen Lesestunden belohnt.

Auch wenn die Kernhandlung nach Schema F abläuft, weiß die Geschichte zu unterhalten.
Meg Corey ist eine sympathische Protagonistin mit einem Bündel teilweise erheiternder Probleme, was vor allem ihrer Unwissenheit über Renovierungen, Obstgärten und dem Landleben im Allgemeinen geschuldet ist, die auch gerne mal sarkastisch wird, aber auch selbstkritisch genug ist, um ihre Ahnungslosigkeit sich selbst und anderen gegenüber einzugestehen. Abgesehen davon sind auch die Renovierungsarbeiten und einige Abläufe/Besonderheiten im Landleben anschaulich beschrieben, so dass man auch wenn man keine Ahnung davon hat, alles gut versteht. In diesem Band lernt man auch das Städtchen Granford und einige seiner Bewohner, wie zb Seth Chapin, der Klempner ist und für den Tausch des Abwassertanks sorgt, oder seine Schwester Rachel, die ein B & B betreibt und Meg für einige Tage aufnimmt, teilweise schon recht gut kennen und kann sich nicht nur auf ein Wiedersehen mit Meg in den weiteren Bänden freuen.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, die Geschichte an sich sehr unterhaltsam, auch wenn sie stellenweise etwas dahinplätschert. Die Personen sind großteils sympathisch und die – wiederkehrenden – Charaktere, werden gut eingeführt, auch wenn man hier im ersten Band noch nicht ihre Lebensgeschichten erfährt.

Ich mochte das Buch aufgrund der sympathischen Figuren und des erfrischenden Hintergrundes sehr, so dass ich nach dem Ende direkt die nächsten zwei Bände bestellen musste. Einen Punkt ziehe ich ab, weil wie oben erwähnt, die Handlung auf das übliche Muster aufgebaut ist, aber für die nette Unterhaltung und den Humor gibt es ein verdiente 4 von 5 Punkten:

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