Book, Line and Sinker (A Library Lovers Mystery 3) – Jenn Mckinlay

rezension-2Lindsey Norris genießt gerade ihr zweites Jahr in Briar Creek, wo sie nicht nur Freunde, sondern eine neue Liebe in Bootskapitän Sully gefunden hat, als sie gleich mit zwei Herausforderungen zu kämpfen hat. Zum einen hat ihr untreuer Ex-Verlobter John eine Sommerwohnung in Briar Creek gemietet, da er Lindsey zurückgewinnen will und dann wird das beschauliche Briar Creek vom Schatzsucher-Fieber heimgesucht. Trudi Hargrave, ihres Zeichens Direktorin der lokalen Tourismusgesellschaft, hat arrangiert, dass das Bergungsunternehmen von Rick Riordan die Rechte erhält auf einer der Insel vor der Küste Briar Creeks nach dem Schatz suchen darf, da Riordan im Besitz einer – wie er glaubt – echten Schatzkarte des Piraten Captain Kidd ist. Sogar Charlie Peyton, Sohn von Lindseys Vermieterin und Nachbar, ist davon angesteckt und hat bei Riordan angeheuert um bei den Grabungen mitzuarbeiten. Doch nicht alle Einwohner Briar Creeks sind mit den Bergungsarbeiten einverstanden, da sie einen negativen Effekt auf die Umwelt befürchten. Allen voran protestiert Milton Duffy, ein älterer Witwer und guter Freund Lindseys, gegen die Schatzsuche und stößt dabei auch Drohungen gegen Trudi aus. Nicht verwunderlich, dass er als Hauptverdächtiger gilt, als Trudis Leiche auf besagter Insel gefunden wird. Lindsey und ihre Freunde sind von Miltons Unschuld überzeugt und Lindsey beginnt auf eigene Faust nachzuforschen. Um den Mörder von Trudi aus der Reserve zu locken, stellt sie ihm gemeinsam mit ihrem Ex John eine Falle…

Auch Band 3 der Library Lovers Reihe von Jenn Mckinlay glänzt mit einer gut durchdachten Handlung, den gewohnten Humor und führt den Leser wieder mit liebgewonnenen Figuren zusammen. Besonderes Augenmerk widmet Mckinlay diesmal Lindseys Nachbar Charlie, der obwohl er normalerweise für Sully arbeitet, bei Riordan anheuert und das Pech hat Trudis Leiche zu finden und Milton Duffy, ein älterer verwitweter Gentleman, der unter den Damen sehr beliebt ist und Lindsey Yoga gelehrt hat. Letzterer ist sehr um die Umwelt besorgt und liefert sich, ganz untypisch für ihn, deswegen sogar Schreiduelle mit Trudi Hargrave in der Bibliothek, die von Lindsey unterbrochen werden müssen. Obwohl Trudi nicht unbedingt ein Sympathieträger ist, drängt es Lindsey ihre Nase in die Mordsache zu stecken – vor allem weil diesmal Milton zum Hauptverdächtigen geworden ist und Lindsey von seiner Unschuld überzeugt ist. Allerdings werden Lindseys Bemühungen durch die Anwesenheit ihres Ex-Verlobten nicht unbedingt erleichtert. Denn John ist nicht nur gekommen um Lindsey um Verzeihung zu bitten.

Es gefällt mir unheimlich gut, dass hier wieder bereits bekannte Charaktere weiter ausgebaut werden und nicht der gesamte Fokus auf Lindsey liegt. Obwohl natürlich auch Lindseys Geschichte weiter vorangetrieben wird und auch die Crafternoon-Ladies und Hund Heathcliff nicht zu kurz kommen. Durch Mckinlays Beschreibungen fühlt man sich direkt in die Mitte dieser eigentlich beschaulichen Kleinstadt versetzt, zwischen alle diese Menschen (und Hunde), die man mit der Zeit einfach liebgewinnen muss. Und das auch weiter auf „Nebenfiguren“ eingegangen wird, trägt nur dazu bei Briar Creek und seine Bewohner noch deutlicher vor sich zu sehen. Weniger gut fand ich, dass Mckinlay hier unbedingt das Klischee des reuigen Ex bedienen musste. Da sich das aber gut in die Geschichte einfügt, ist das noch entschuldbar 😉

Wieder unglaublich amüsant geschrieben, lässt sich Book, Line and Sinker in einem Rutsch durchlesen und erhält  definitiv den Suchtfaktor der Reihe.  Zum Glück gibt es bereits weitere Bände! 4 von 5 Punkten hat sich Briar Creek damit verdient:

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