Knit One, Kill Two (Knitting Mystery 1) – Maggie Sefton

rezension-2Kelly Flynn, Buchhalterin in einer großen Steuerberatungskanzlei in Washington D.C., kehrt mitsamt ihrem Rottweiler Carl in ihre Heimatstadt Fort Connors, Colorado, zurück um nach dem Mord an ihrer Tante Helen deren Beerdigung beizuwohnen. Beistand erfährt sie dort von Mimi Shafer, einer Freundin ihrer Tante und Besitzerin des benachbarten Strickgeschäfts „House of the Lambspun“, und einigen ihrer Stammkundinnen, mit denen sich Kelly mit der Zeit anfreundet sowie Steve Townsend, ein Bauunternehmer, der mit Kellys Hund Carl Freundschaft schließt. Die Polizei hält Helens Mord für einen schiefgelaufenen Raubüberfall und hat bereits einen Obdachlosen verhaftet, der gesehen wurde als er vom Tatort floh. Allerdings stellt Kelly einige Ungereimtheiten fest, die dem widersprechen. Als dann auch noch Helens Cousine Martha, von deren Existenz Kelly erst nach Helens Tod erfahren hat, ermordet wird, ist Kelly klar, dass der Mörder noch auf freiem Fuß ist und stellt selbst einige Nachforschungen an.

 Als ich vor 3 Jahren angefangen habe, mich für englische Cozy Krimis zu interessieren, habe ich aus einem verrückten Impuls heraus, einige Bücher, die jeweils den ersten Band einer Reihe darstellten, „blind“ bestellt. „Knit One, Kill Two“ ist einer davon. Da ich damals nur den Klappentext aber nicht die Rezensionen gelesen hatte, bin ich mit sehr niedrigen Erwartungen an das Buch herangegangen und habe eine Weile gebraucht um mit dem Buch warm zu werden. Das lag nicht an Hauptfigur Kelly, nein – Kelly ist eine einnehmende Heldin, die nicht auf den Kopf gefallen ist und bei der Suche nach Helens Mörder nicht so unvorsichtig ist wie man es von anderen AmateurdetektivInnen oft gewohnt ist (die meisten rennen ja gerne sehenden Auges in ihr Unglück). Ihre Schwäche (oder beinahe Sucht) für Kaffee und ihre Versuche stricken zu lernen sind erfrischend und bieten oft Grund zum Schmunzeln. Die Schwächen lagen meiner Meinung nach woanders: Sefton stellt neben Protagonistin Kelly eine Menge Figuren vor, die einen leicht den Überblick verlieren lassen – die wichtigsten davon:

  • Mimi Shafer, die Kelly unter ihre Fittiche nimmt
  • Mimis strickende Stammkundinnen Jenn, Megan und Lisa, mit denen Kelly bald Freundschaft schließt
  • Burt, pensionierter Polizist, der noch Verbindungen zu ehemaligen Kollegen hat und Kelly bei ihren Ermittlungen unterstützt
  • Lawrence Chambers, Helens Anwalt, der sich um den Nachlass kümmert und früher in Helen verliebt war
  • Steve Townsend, ein junger Bauunternehmer, der sich mit Kellys golfbälle-stehlenden Hund anfreundet
  • uvm.

Hier wäre es sicher angenehmer gewesen, wenn nicht alle schon im ersten Band eingeführt worden wären, da es manchmal wirklich nicht leicht ist, diese auseinander zu halten, vor allem, wenn bei Konversationen nicht eindeutig ist, wer was gesagt hat. Ausserdem bleiben manche von ihnen sehr blass und sind daher schnell vergessen. Ein weiterer Punkt, der etwas nervig war, sind häufige Wortwiederholungen und zu detaillierte Beschreibungen des Strickshops, die den Lesefluss gebremst haben. Die Handlung selbst ist humorvoll geschildert, schlüssig und nachvollziehbar und wartet mit ein paar netten Wendungen auf. Mein Fazit: Maggie Seftons Debut „Knit One, Kill Two“ ist ein gemütlicher, lustiger Cozy, der leider einige Mängel hat, die hoffentlich in den nächsten Bänden ausgebügelt werden. mordsmittelmaessig

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