Needled to Death (Knitting Mystery 2) – Maggie Sefton

rezension-2Kelly Flynn, die nach dem Mord an ihrer Tante Helen nach Fort Connors zurückgekehrt ist und den Mord an Helen und deren Cousine Martha aufgeklärt hat, ist nun nicht nur Erbin von Helens Cottage, sondern auch von Marthas Riesen-Ranch irgendwo in Wyoming. Während der Nachlass von ihrem Anwalt geregelt wird, was sich noch Monate hinziehen kann, bleibt Kelly in Fort Connors und arbeitet vom Cottage aus, was sie sehr genießt und ihr die Möglichkeit freier Zeiteinteilung bietet. Nachdem sie von ihren Freundinnen gebeten wurde bei einem Ausflug auszuhelfen, macht sie sich mit Jenn und einer Handvoll Touristinnen auf um Vickie Claymores Alpaka-Ranch in den Bergen zu besuchen. Dort finden sie allerdings nicht nur Alpakas, sondern auch Vickies Leiche. Vickies Tochter Debbie, die wegen schwerer Allergien weggezogen ist, kommt nach Fort Connors um sich um die Beerdigung und den Nachlass zu kümmern, während sich Vickies Cousine Jayleen Swinson, trockene Alkoholikerin und selbst Alpaka-Züchterin, um Vickies Tiere kümmert. Wie auch die Polizei ist Debbie davon überzeugt, dass der Mörder ihrer Mutter nur Vickies untreuer Noch-Ehemann und Debbies Stiefvater Bob Claymore sein kann, da ihre Mutter bereits die Scheidung eingereicht hatte. Kelly allerdings ist skeptisch und beginnt selbst in dem Mordfall herumzustochern…

Im zweiten Band der Reihe hat Kelly gerade allerhand Problemchen zu lösen, zum einen Marthas Nachlass – eine Ranch in Wyoming, auf der es Kühe, Schafe sowie eine kleine Herde Alpakas gibt – und zum anderen eine Möglichkeit zu finden, permanent in Fort Connors zu bleiben, während sie vorerst im Cottage ihrer Tante einen Telearbeitsplatz hat. Mit von der Partie sind wieder ihre Strickkameradinnen Mimi, Jenn, Megan und Lisa ebenso wie Burt und Steve, der ein Auge auf Kelly geworfen hat, und Kellys Rottweiler Carl, der nach wie vor Golfbälle vom Golfplatz nebenan stiehlt und Kelly damit Kopfzerbrechen bereitet.Mimi ist so etwas wie eine Ersatz-Mutter für Kelly geworden, die Kelly gerne mit neuen Garnen und Strickprojekten lockt, Jenn – die Teilzeit im an den Laden angeschlossenen Café arbeitet – sorgt dafür, dass Kellys Koffeinzufuhr nie versiegt, und auch die anderen sorgen für die nötige Ablenkung von der Arbeit. Außerdem unterstützen sie alle Kelly mit ihrer Nachlassgeschichte sowie bei ihren unbeholfenen Strickversuchen. Sie fahren sogar mit Kelly zu ihrer Ranch in Wyoming um dort Inventur zu machen und den jungen Farm-Manager Chet kennen zu lernen. Hier hat es mich gefreut, dass die Charaktere allesamt etwas ausgebaut werden und man sich somit besser mit ihnen identifizieren kann. Kelly ist glücklich bei ihren neu gefundenen Freunden zu sein und freut sich, dass sie ihr eigener Boss ist und sich alle Arbeit selbst einteilen kann (na, wer würde sich da nicht glücklich schätzen 😉 ). Deswegen kann sie auch Jenn und eine Gruppe Ausflügler zu Vickies Ranch begleiten. Dass sie die Alpaka-Züchterin dort ermordet vorfindet, ist allerdings ein Schock. Da Vickie ihre Freundin war, erklärt sich Kelly nur zu gern bereit, Vickies Tochter Debbie mit den finanziellen Aspekten des Nachlasses zu helfen.Und Kellys Spürsinn arbeitet gleich wieder auf Hochtouren, vor allem als Debbie dann ebenfalls unter verdächtigen Umständen das Zeitliche segnet.

Abgesehen von Vickie, Debbie und Farm-Manager Chet gibt es im zweiten Buch der Reihe nur noch eine Handvoll neuer Figuren: Vickies Ehemann Bob Claymore, von dem sie sich scheiden lassen wollte, weil er eine Geliebte hat und der auch die Verdächtigenliste anführt. Jayleen Swinson, eine Cousine Vickies, die seit Jahren trockene Alkoholikerin und selbst Alpaka-Züchterin ist und sich nach Vickies Ableben um deren Tiere kümmert. Geri Norbert, eine weitere Alpaka-Züchterin und Freundin Vickies. Dann ist da noch Bobs Geliebte Eva Bartok. Damit ist die ganze Handlung sehr viel übersichtlicher als im ersten Band. Obwohl ich sagen muss, von diesen Charakteren war mir nur Jayleen sympathisch – durch ihre ehrliche Art mit ihrem Alkoholismus umzugehen und ihre trockenen, flapsigen Sprüche.

Obwohl ich vom ersten Band nicht so überzeugt war, habe ich mir den zweiten geholt, da ich einiges an Potenzial vermutet habe. Tatsächlich hat sich die Autorin im zweiten Band etwas gesteigert – sowohl was die Charakterentwicklung als auch die Übersicht betrifft. Auch der Plot selbst ist auch hier wieder unterhaltsam und humorvoll umgesetzt, die Teile in denen gestrickt wird, sind gut eingebaut und wirken nicht störend, selbst für einen Nicht-Stricker wie mich. Was sich auch im zweiten Band nicht geändert hat, sind die ständigen Wiederholungen, wenn es um die weichen und bunten Garne geht, obwohl sie in diesem Band weniger nervig sind, wahrscheinlich hat hier der Gewöhnungseffekt schon eingesetzt. Tja, und ehe man sich versieht, ist man am Ende angelangt und hat, obwohl die Reihe nicht unbedingt „etwas Besonderes“ ist, den nächsten Band bestellt.

Needled to Death ist leichte, nette Unterhaltung für zwischendurch, die einen nicht übermäßig fordert und gern auch zum Schmunzeln bringt. Dafür und für das Ausbauen der „Hauptbesetzung“ gibt es diesmal 4 von 5 Punkten:

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