Black Cat Crossing (Bad Luck Cat Mystery #1) – Kay Finch

rezension-2Nachdem Sabrina Tate ihre Arbeit als juristische Hilfskraft an den Nagel hängt, um ihren Traum von der Schriftstellerei zu verwirklichen, zieht sie in die texanische Kleinstadt Lavender zu ihrer Tante Rowe, die dort Cottages vermietet.

Diese ist froh über die Unterstützung, da sie wegen eines Unfalles ein Gipsbein hat und bringt Sabrina in einem ihrer Cottages unter. Hier versucht Sabrina ihr Buch fertig zu stellen und die Uhr tickt: ihre beste Freundin Tyanne hat ein Treffen mit einer Literaturagentin arrangiert, die gerade in der Stadt ist und sich sehr für Sabrina’s Roman interessiert. Aber die Fertigstellung erweist sich als sehr schwierig, da sie regelmäßig abgelenkt wird. Nicht nur durch eine streundene schwarze Katze, die in der Stadt als Unglückskatze oder El Diablo verschrien ist oder die alte Antiquitätenhändlerin, die Sabrina für eine Hexe hält, auch die Ankunft von Bobby Joe Flowers, dem schwarzen Schaf der Familie, hält Sabrina von ihrem Buch ab. Vor allem als dieser nach einem Streit mit Tante Rowe tot aufgefunden wird und sich die Polizei auf Rowe als Hauptverdächtige fixiert. Statt die Hände in den Schoß zu legen und ihr Buch zu schreiben, macht sich Sabrina mithilfe der schwarzen Katze, die sie Hitchcock tauft, auf Mörderjagd.

Als Katzenfan ziehen mich Krimis, in denen Katzen eine Rolle spielen, beinahe magisch an und so musste ich auch dieses Buch unbedingt haben (es lebe Weihnachten! 😉 ). „Black Cat Crossing“ ist der erste Band um Sabrina Tate und den schwarzen Kater „Hitchcock“ in dem Kay Finch den Boden für eine Reihe bereitet.

Hauptfigur ist in dem Fall Sabrina Tate,  die einen Teil ihrer Kindheit in Lavender verbracht hat und nun dorthin zieht, um zum einen ihre Tante zu unterstützen und zum anderen endlich ihr Buch fertig zu schreiben. Sie ist eine lebhafte junge Frau, für die ihre Tante sehr wichtig ist und daher nicht zögert ihren Roman – an dessen Arbeit sie oft verzweifelt – beiseite zu schieben um die Unschuld ihrer Tante zu beweisen, obwohl bereits eine Agentin auf ihre Arbeit wartet. Hilfe bekommt sie dabei von einem schwarzen Kater, der für die Bewohner der Stadt ein rotes Tuch ist, weil er angeblich Pech bringt. Sabrina lässt sich davon nicht beirren und wird tatsächlich von Hitchcock, wie sie den Kater nennt, auf die ein oder andere Spur geführt.

Neben Sabrina lernen wir auch ihre 70-jährige Tante Rowe kennen, die die „All Around the World“-Hütten (jede Hütte ist nach einem Ort benannt, den Rowe bei ihren Reisen besucht hat) an Touristen vermietet. Obwohl sie aktuell durch ein Gipsbein gehandicapt ist, ist Rowe sehr resolut und zieht beim Streit mit Bobby Joe ihm die Krücke über den Schädel. Dass dieser später tot aufgefunden wird und sie als Hauptverdächtige dasteht, lässt sie ziemlich kalt und sie macht sich mehr Gedanken um neue Broschüren für ihre Cottages als um die Mordermittlung. Während Sabrina mir recht sympathisch war und Kater Hitchcock sowieso, wurde ich mit Tante Rowe nicht so recht warm. Dann ist da noch Tyanne, Sabrina’s beste Freundin und Besitzerin eines Buchladens. Sie ist es, die Sabrina ein Treffen mit einer Agentin verschafft und daher Sabrina zur Fertigstellung ihres Buches drängt. Weitere wichtige Charaktere sind Sheriff Crawford,  Deputy Patricia Rosales, Gebrauchtwarenladenbesitzer Wes Krane, die seltsame Antiquitätenhändlerin Twila, Rowe’s Mitarbeiter Thomas und Glenda sowie das Ehepaar Dubios, das den Weinladen ihrer Tochter führt, nachdem diese plötzlich verschwindet. Und dann gibt es da noch Luke Griffin, der gut aussehende Wildhüter von Lavender, der mit Bobby Joe eine hitzige Diskussion kurz vor dessen Tod hatte und immer wieder auftaucht wenn Sabrina gerettet werden muss.

Mit „Black Cat Crossing“ hat Kay Finch das Rad zwar nicht neu erfunden, aber das Buch ist flüssig geschrieben und angenehm zu lesen, wenn es einen auch nicht vom Hocker reißt. Der Aspekt mit dem Aberglauben der Stadtbewohner sorgt auch für ein paar Schmunzler zwischendurch. Die Figuren Sabrina, Tante Rowe und auch der Kater, den Sabrina Hitchcock nennt, sind ganz gut ausgearbeitet, die restlichen Charaktere wurden nur soweit angerissen, wie es nötig war und bleiben daher relativ blass. Manche Charaktere sind zum Teil wegen ihrer Exzentrik etwas gewöhnungsbedürftig, aber durchaus unterhaltsam.  Die Autorin bedient sich einiger Klischees für ihre Figures, darunter auch für Mordopfer Bobby Joe, der sein Geld aus dem Beschwindeln und Betrügen anderer bezieht und eine Menge Verdächtiger hinterlässt. Anders als in vielen anderen Cozies gibt es hier keine Liebesgeschichte, es wird aber der Beginn einer Romanze angedeutet – hier will ich allerdings nicht zuviel verraten. Die Handlung führt den Leser, wie auch Sabrina, mehrmals in die Irre und endet mit einer ziemlichen Überraschung, auf die zumindest ich niemals gekommen wäre. Allerdings hat mich das Buch nicht wirklich gefesselt, zum Teil weil einige der Figuren schlichtweg uninteressant sind, zum anderen weil die Geschichte eher dahinplätschert, erst auf den letzten Seiten zieht Kay Finch das Tempo an.

Alles in allem ist Black Cat Crossing kein Meilenstein, eher mittelmäßige Unterhaltung für zwischendurch und lässt sich gut lesen während man Weihnachtskekse vernichtet 😉 Dafür gibt es solide 3 von 5 Punkten:

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