Montagsfrage #5

Weil ich es letzte Woche irgendwie verschlafen habe, gibts diese Woche geich zwei Montagsfragen von Buchfresserchen:

Gibt es ein Buch, dass du früher richtig gern mochtest, aber inzwischen nicht mehr?

Darüber musste ich echt eine Weile nachgrübeln (nein, keine ganze Woche) und mir fällt tatsächlich kein einzelnes Buch ein. Ich habe einige Serien/Autoren, die mich jetzt nicht mehr so begeistern wie früher, ich hab dazu ein paar Beispiele gesammelt:

Karen Rose: Für alle, die diese Autorin nicht kennen, Karen Rose schreibt etwas, das gerne als Romantic Suspence oder Lady Thriller bezeichnet wird. Meiner Meinung nach würde es Erotic Thrill wohl eher treffen, denn Romantik sucht man hier vergebens, dafür beinhaltet jedes ihrer Bücher ein paar mehr oder weniger deftige Sexszenen. Diese „knisternde Erotik“ ist mitunter ein Teil, der mir ihre Bücher inzwischen madig macht – war das bei einem oder zwei Büchern noch ganz okay, wird es mit der Zeit uninteressant, wenn es in jedem Buch vorkommt. Und ja, ich meine in wirklich jedem. Und je länger das Buch, desto mehr Erotik. Eine Zeit lang ist mir das gar nicht so aufgefallen, weil ich immer recht lange Abstände zwischen ihren Büchern hatte, aber irgendwann fiel es mir dann doch auf. Genauso wie der Umstand, dass alle Karen Rose Bücher irgendwie nach dem gleichen Schema ablaufen. Oder dass auch alle ihre Hauptfiguren im Prinzip nach demselben Muster gestrickt sind. Es ist nicht so, dass ich ihre Bücher gar nicht mehr lese, aber weil sowieso alle Bücher ziemlich gleich sind, sind sie auf meiner Prioritätenliste recht weit nach unten gerutscht. Schade eigentlich.

Mrs.-Murphy-Reihe von Rita Mae Brown: Die Bücher dieser Autorin sind eher dem Cozy-Krimi-Genre zuzuordnen, welches ich an sich besonders gerne lese. Anfangs hat mich auch Rita Mae Brown mit ihrer Erfolgsreihe um Postmeisterin „Harry“ Haristeen und ihrer sprechenden Vierbeiner (die natürlich von den Menschen nicht verstanden werden, sonst wäre es ja zu einfach) begeistern können. Die Serie hatte vieles, was mich lange gefesselt hat: interessante, zum Teil exzentrische Charaktere, sowohl zwei- als auch vierbeiniger Natur, ein nettes Setting und spannende Plots. Wie das aber bei langen Reihen gerne mal so ist, ist irgendwann einfach die Luft raus. Für mich kommt bei ihren Büchern kaum noch Spannung auf, weil nur wenig Neues kommt und manche der späteren Bücher so wirken, als wären sie einfach mal schnell hingeschlunzt.

Ein ähnliches Schicksal wie die Serie von Rita Mae Brown hat für mich auch die Inspektor-Wexford-Reihe von Ruth Rendell: irgendwann wurde es einfach langweilig und andere Bücher interessanter. Dafür habe ich auch unzählige Bücher und Reihen, die mir als Kind/Jugendliche gefallen haben und mich immer noch begeistern, wie „Die drei ???“ oder viele Bücher von Enid Blyton (oder zumindest unter ihrem Namen veröffentlicht). Die Biss-Reihe, die bei so vielen anderen Bloggern als Antwort auf diese Frage auftaucht, gehört allerdings nicht dazu, die mochte ich tatsächlich von Anfang an nicht – die wäre so meine Antwort auf die Frage „Ein Buch/eine Reihe, die alle lieb(t)en, nur du nicht“…

 

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